Lehr- & Schaubergwerk Frisch Glück »Glöckl«

Lehr- & Schaubergwerk Frisch Glück »Glöckl«

08349 Johanngeorgenstadt – Auf dem etwa einstündigen Weg durch die Untertage-Welt erlebt der Besucher die facettenreiche, schwere und für den Fortgang der Menschheitsentwicklung so wichtige Bergmannsarbeit.

Highlights

  • Bergbaugeschichte
  • Technik über- und untertage
  • Bergmännisches Geleucht

Informationen

Johanngeorgenstadt wurde 1654 als letzte größere Bergstadt Sachsens von böhmischen Exilanten gegründet. Nach den ersten Silberfunden um 1658 begann 1671 der Vortrieb des »Frisch Glück Stollens«, aus welchem sich das bedeutendste Bergwerk der Stadt entwickeln sollte.

Die Grube war bis zum Betriebsschluss 1958 Ausgangspunkt für mehrere bedeutende Tiefbauprojekte des Reviers zur Suche und zum Abbau von Silber-, Wismut-, Uran- sowie Kobalterzen. Ende des 17. Jahrhunderts und letztmalig Mitte des 19. Jahrhunderts wurden gewaltige Wasserkünste eingebaut, deren Reste man heute noch bewundern kann. Zur übertägigen Kontrolle der Pumpenfunktion tief im »Frisch Glücker Kunst- und Treibeschacht« wurde Mitte des 19. Jahrhunderts das im Volksmund namengebende »Glöckl« mit der zugehörigen Kaue errichtet, heute ein Wahrzeichen des Bergwerkes.

Auf dem etwa einstündigen Weg durch die Untertage-Welt erlebt der Besucher die facettenreiche, schwere und für den Fortgang der Menschheitsentwicklung so wichtige Bergmannsarbeit. An Originalplätzen werden Werkzeuge und Geräte, aber auch die natürlichen geologisch-mineralogischen Grundlagen lebendig und geben einen umfassenden Einblick in die Bergbaugeschichte. Ein besonderes Kapitel nimmt der Uranbergbau ein. Ausgehend von der Entdeckung des Urans in Pechblende aus Johanngeorgenstadt 1789 werden viele Aspekte dieses Metalls beleuchtet bis hin zur Herstellung von Kernwaffen.

Die Grube Frisch Glück lieferte als erste Grube der sowjetischen Wismut-AG ab 1946 Uranerz für sowjetische Atomprojekte. Das heutige Lehr- und Schaubergwerk ist somit die Wiege des ostdeutschen Uranbergbaues nach dem Zweiten Weltkrieg.

Kontakt

Lehr- & Schaubergwerk Frisch Glück »Glöckl«
Wittigsthalstraße 13–15
08349 Johanngeorgenstadt

Telefon: 03773 882140
Fax: 03773 881758

E-Mail: gloeckl@frisch-glueck.de
Website: www.frisch-glueck.de

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