Museen

Mathematisch-Physikalischer Salon

Als Spezialmuseum für die Entwicklung der vorindustriellen Instrumenten- und Uhrenbaukunst zeigt der Mathematisch-Physikalische Salon in seinen Schausammlungen prächtige Uhren und wissenschaftliche Instrumente des 16. bis 19. Jahrhunderts.

Highlights

  • Vorindustrielle Instrumenten- und Uhrenbaukunst
  • Erd- und Himmelsgloben
  • Astronomische Geräte

Informationen

In der Welt des Mathematisch-Physikalischen Salons ticken die Uhren anders. Zum Beispiel die Weltzeituhr von Andreas Gärtner: 365 Ziffernblätter sind auf einer großen Scheibe befestigt und zeigen die Uhrzeit an 365 verschiedenen Orten der Erde an. Um 1690 hat Andreas Gärtner eine verblüffende technische Lösung für die Konstruktion dieser Uhr entwickelt – sie nutzt die Gesetzte der Schwerkraft.

Oder die spektakuläre Planetenuhr: Bereits in den 1560er Jahren wurde sie in Marburg und Kassel im Auftrag des sächsischen Kurfürsten August konstruiert. Sie zeigt den der Uhrzeit entsprechenden Stand von Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn an – eine technische Meisterleistung.

Die beiden Uhren zählen zu den vielen Prunkstücken der weltberühmten Sammlung historischer Uhren und wissenschaftlicher Instrumente, die der Mathematisch-Physikalische Salon beherbergt. Dazu gehören Erd- und Himmelsgloben, faszinierende optische, astronomische und geodätische Geräte, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen, historische Instrumente zum Rechnen, Zeichnen und zur Bestimmung von Längen, Maßen, Temperatur und Luftdruck.

Die Objekte geben einen Überblick über die Entwicklung der frühen feinmechanischen Instrumente, Globen und Uhren und vermitteln anhand ausgewählter Beispiele ihre Anwendung und Technik. Darüber hinaus sind sie Kunstwerke von höchstem Niveau, die ihre fürstliche Herkunft widerspiegeln.

Von herausragender Bedeutung sind der arabische Himmelsglobus aus dem 13. Jahrhundert und die Rechenmaschine von Blaise Pascal, die um 1650 entstanden ist. Oder ein trommelnder Bär, Wecker und Musikautomat in einem. Aber auch der Brennspiegel, mit dem Freiherr von Tschirnhaus jene hohe Temperatur erzielte, die zur Herstellung von Porzellan erforderlich war.

Nachdem der Mathematisch-Physikalische Salon nach der stattgefundenen umfassenden Sanierung wieder eröffnet ist, sind allein diese Objekte den Besuch wert.

Kontakt

Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Mathematisch-Physikalischer Salon
Zwinger
01067 Dresden

Telefon: 0351 49142000
Fax: 0351 49142001
E-Mail: mps@skd.museum

Website: www.skd.museum

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