Satzung

Satzung des Sächsischen Museumsbundes e. V.
vom 18. Juni 1990 und zuletzt geändert am 6. März 2006

§ 1

Der Bund führt den Namen „Sächsischer Museumsbund e. V.“ (SMB). Er ist in das Vereinsregister eingetragen. Sein Sitz ist Dresden. Der SMB arbeitet im Lande Sachsen. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Er verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke.

§ 2

Der Sächsische Museumsbund ist eine gemeinnützige und unabhängige Vereinigung. Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

Der SMB erkennt den ICOM-Kodex der Berufsethik von 1986 als Grundvoraussetzung für die Tätigkeit im Museumsberuf an. Er erfüllt diese Zwecke insbesondere dadurch, dass er

  1. das sächsische Museumswesen, seine Entwicklung und die Interessen der Museen, Sammlungen sowie museal genutzter und wirkender Einrichtungen als Institutionen der Bewahrung, Forschung und Bildung fördert und popularisiert,
  2. für die Interessen der Museen und die Belange ihrer Mitarbeiter eintritt;
  3. eine enge Zusammenarbeit mit den Trägern der Museen, Behörden und Körperschaften pflegt sowie fachliche Gutachten in Angelegenheiten von allgemeiner Bedeutung erstellt oder vermittelt;
  4. Fachtagungen organisiert, die disziplinäre und interdisziplinäre regionale, nationale und internationale Zusammenarbeit der Museen fördert und die fachwissenschaftliche Weiterbildung seiner Mitglieder unterstützt;
  5. die Bildung ständiger fachlicher und regionaler Sektionen innerhalb des Bundes unterstützt;
  6. alle Bestrebungen unterstützt, die dem Museumsgedanken sowie verwandter Belangen dienen können.

§ 3

Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

§ 4

Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 5

Mitglieder des Sächsischen Museumsbundes können werden

  1. alle Museen und öffentliche zugängliche Sammlungen im Lande Sachsen sowie ihre Träger.
  2. an Museen und Sammlungen oder für das Museumswesen in Sachsen tätige Personen, die wissenschaftlich, museumspädagogisch oder in anderer vergleichbarer Tätigkeit hauptamtlich oder langfristig ehrenamtlich beschäftigt sind oder als solche im Ruhestand leben.
  3. private und juristische Personen, die das Museumswesen in Sachsen zu fördern gewillt sind.

Der Beitritt erfolgt durch schriftliche Erklärung und wird mit Zustimmung des Vorstandes wirksam. Gegen eine Ablehnung des Beitritts kann die Mitgliederversammlung angerufen werden, die mit einfacher Mehrheit endgültig entscheidet.
Ehrenmitglieder werden durch die Mitgliederversammlung ernannt.

§ 6

Über die Höhe der jährlichen Mitgliederbeiträge beschließt die Mitgliederversammlung mit 2/3-Mehrheit. Die Beitrittsgebühr beträgt für jedes Mitglied 10,23 €. Der Jahresbeitrag ist mit Ende des I. Quartals des Kalenderjahres fällig.

§ 7

Die Mitgliedschaft endet durch

  1. schriftliche Austrittserklärung gegenüber dem Vorstand mit halbjährlicher Kündigungsfrist und zum Ende des Kalenderjahres;
  2. Ausschluss aus dem SMB, er bedarf einer ¾-Mehrheit der Mitgliederversammlung und kann erfolgen bei Verstößen gegen Sinn und Zweck oder gegen die allgemein anerkannten Grundsätze und Ziele des SMB; bei Nichtzahlung von Beiträgen;
  3. Tod des privaten Mitgliedes bzw. Auflösung der Institution.

Die Mitgliedschaft ist nicht übertragbar.

§ 8

Organe des Bundes sind:

  1. die Mitgliederversammlung
    Die Mitgliederversammlung ist das oberste Beschlussorgan des Bundes. Sie findet jährlich einmal statt und wird durch den Vorstand bei Einhaltung einer Einladungsfrist von 4 Wochen einberufen. Dabei ist die vom Vorstand festgesetzte Tagesordnung mitzuteilen. Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll aufzunehmen, das vom Versammlungsleiter und dem Protokollführer zu unterzeichnen ist. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung muss bei Verlangen von mindestens 1/3 der Mitgliedschaft einberufen werden.
  2. der Vorstand
    Der Vorstand besteht aus 1 Vorsitzenden, 3 Stellvertretern,
    1 Schatzmeister, 1 Schriftführer und 9 Beisitzern.

Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für 2 Jahre gewählt und führt die Geschäfte des SMB. Er bleibt solange im Amt, bis eine Neuwahl erfolgt.
Scheidet ein Mitglied des Vorstandes während der Amtsperiode aus, wählt der Vorstand ein Ersatzmitglied für den Rest der Amtsdauer des ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedes.

§ 9

Der Vorsitzende beruft die Sitzungen des Vorstandes und die Mitgliederversammlungen ein und leitet sie. Der Vorstand kann einzelne seiner Mitglieder ermächtigen, die Interessen des SMB in regionalen und fachlichen Bereichen zu vertreten und die Betreuung der dortigen Museen zu koordinieren.
Der Vorstand tagt mindestens dreimal jährlich und bei Bedarf werden erweiterte Sitzungen durchgeführt, zu denen dem Gegenstand entsprechend Andere hinzugezogen werden können.

§ 10

Der Vorstand ist verpflichtet, vor der Mitgliederversammlung über die Finanzgeschäfte des Bundes Rechenschaft abzulegen. Bei finanziellen Verpflichtungen des SMB ist neben der Unterschrift des Vorsitzenden die Unterschrift des Schatzmeisters oder eines Vorstandsmitgliedes notwendig.

§ 11

Der Vorsitzende vertritt den Bund im Rechtsverkehr.

§ 12

Grundsätzlich hat jedes Mitglied eine Stimme.

§ 13

Für die Arbeit der Bundesorgane ist eine Geschäftsordnung auszuarbeiten.

§ 14

Die Bildung zeitweiliger Arbeitsgruppen ist möglich. Sie legen der Mitgliederversammlung gegenüber Rechenschaft ab.

§ 15

Satzungsänderungen bedürfen der Mehrheit von ¾ der abgegebenen Stimmen einer Mitgliederversammlung.

§ 16

Die Auflösung des Sächsischen Museumsbundes bedarf der Zustimmung von mindestens 2/3 seiner Mitglieder. Mit der Auflösung sind 3 Mitglieder des Vorstandes zu beauftragen. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des SMB an die sächsische Landesregierung zur Verwendung im musealen Bereich.